Gardelegen 1945
Gedenkbuch der
Opfer des Massakers
Gedenkstätte Feldscheune
Isenschnibbe Gardelegen

Gardelegen 1945. Gedenkbuch der Opfer des Massakers
Das Gedenkbuch der Gedenkstätte Gardelegen enthält die bislang bekannten Namen und biografischen Informationen der 287 bis heute identifizierten Ermordeten des Massakers in der Isenschnibber Feldscheune.
In der Nacht vom 13. April 1945 ermordeten SS-Männer, Angehörige der Wehrmacht, Mitglieder des Reichsarbeitsdiensts, des Volkssturms und weiterer NS-Organisationen 1016 KZ-Häftlinge in einer Feldscheune unweit der Stadtgrenze.
Kurz vor Ankunft der US-Armee am 14. April 1945, versuchten Angehörige des Volkssturms, der Technischen Nothilfe und der Feuerwehr die Ermordeten in Massengräbern zu verscharren und die Spuren des Verbrechens zu vertuschen.
Bereits einen Tag später, am 15. April 1945, entdeckten Soldaten der 102. US-Infanteriedivision den eilig verlassenen Tatort.
Das Gräberfeld
Auf Anordnung der US-Armee legte die männliche Bevölkerung Gardelegens einen militärischen Ehrenfriedhof für die 1016 Ermordeten des Massakers an, um die Toten würdig zu bestatten.
Bis zur offiziellen Einweihung des Friedhofs am 25. April 1945 wurden außerdem sieben weitere tote KZ-Häftlinge aus der Umgebung der Stadt auf dem Gräberfeld beigesetzt. Der Friedhof umfasst somit insgesamt 1023 Grablagen.
Die Datenbank
Die Datenbank basiert auf den bisherigen Rechercheergebnissen zu den Opfern des Massakers von Gardelegen. Sie enthält die bislang verfügbaren biografischen Informationen zu den 287 bis heute namentlich identifizierten Toten und wenigen Überlebenden.
Bei den angegebenen Nummern handelt es sich um Haftnummern aus den KZ Mittelbau-Dora und Neuengamme. Vereinzelt beziehen sich die Angaben auf Erkennungsmarkennummern alliierter Kriegsgefangenen.
Die wichtigsten zugrunde liegenden Archive und Bestände sind:
- Arolsen Archives
- Archive der KZ-Gedenkstätten Buchenwald, Mittelbau-Dora und Neuengamme
- Stadtarchiv Gardelegen
- NIOD, Amsterdam
- MyHeritage, Ancestry u.a.
Die Filter sind ein zusätzliches Angebot. Sie ermöglichen einen interessengeleiteten Zugang zu den recherchierten und aufbereiteten Daten.
Auch wenn wir auf den nachfolgenden Seiten umfangreiche Informationen anbieten, erhebt die Datenbank, auch aufgrund der schwierigen Quellenlage, keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ein stetiges Aktualisieren und Erweitern der Datensätze bleibt eine kontinuierliche Aufgabe der Gedenkstätte.
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Biografien
Das Projekt zur Erarbeitung des digitalen Gedenkbuchs der Opfer des Massakers verfolgt das Ziel, die statistischen Angaben durch Kurzbiografien zu ergänzen. Die individuellen Lebens- und Leidensgeschichten machen die einzelnen Menschen hinter den Haftnummern sichtbar.
Neben Ermordeten werden auch Überlebende des Massakers aufgeführt. Damit möchten wir die europäische Dimension des Massakers von Gardelegen verdeutlichen.
Weitere Biografien sollen folgen. Wir bitten daher Angehörige von Überlebenden und Ermordeten sowie interessierte Einzelpersonen dem Team der Gedenkstätte weitere personenbezogene Informationen und Materialien zur Verfügung zu stellen.
Recherche
Die hier zur Verfügung gestellten Daten können keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Zusätzlich zu Ihrer eigenen Recherche haben Sie die Möglichkeit, eine Anfrage an die Gedenkstätte Gardelegen zu richten. Wir unterstützen Sie gerne bei der Klärung von Schicksalen und Verfolgungswegen.
Der Großteil der erhalten gebliebenen Akten zu Ermordeten und Überlebenden befindet sich heute in den Beständen der Arolsen Archives, International Center on Nazi Persecution (vormals International Tracing Service) in Bad Arolsen. Im Online-Archiv der Arolsen Archives können Sie die Originaldokumente einsehen, ausdrucken und auch herunterladen.